Bauherr: Bezirksamt Schöneberg von Berlin
Engerer Bauwettbewerb, 2-stufig, 1. Preis 1991

Das Stadtbad Schöneberg ist der Umbau und die Erweiterung des 1930 von Arch. Lassen gebauten Volksbades (Baudenkmal) zu einem zeitgemäßen Freizeitbad.

Mittels Umfassen des im charakteristischen Klinker errichteten Altbaues durch eine filigrane Stahl- Glas- Hülle wird einerseits die erforderliche Erweiterungsfläche geschaffen, andererseits die Maßnahme deutlich ablesbar: Massiv und Filigran sind Zeichen der Entstehungsphase und ergänzen sich im Gesamtbaukörper.

Die Ergänzungsfläche ist der historischen Schwimmhalle im ersten Obergeschoss zugeordnet und bietet Wasserangebote, wie Whirlpool und Solebecken, sowie Aufenthaltsflächen und Gastronomie. Eine zum Garten hin orientierte zweigeschossige Neubauhalle bildet den Freizeitbereich mit Nichtschwimmerbecken, verschiedenen Wasserattraktionen, einem Kinderspielbereich und einer Großrutsche. Mit dem Nichtschwimmerbecken ist ein Warmaußenbecken verbunden, das neben einem Strömungskanal weitere Wasserattraktionen enthält.

Im denkmalgerecht sanierten Kopfbau wurde ein Sauna- und Wellnessbereich geschaffen.

Die Baumaßnahme beinhaltet die Integration einer fortschrittlichen Bädertechnik und einer fachgerechten bauphysikalischen und technologischen Lösung.

Das Ergebnis des architektonischen Dialoges von vorhandener Bausubstanz mit zeitgemäßer Architektur und sich wandelnden Nutzungsanforderungen ist ein attraktives, unverwechselbares Bad, das in der Berliner Badelandschaft höchste  Akzeptanz seiner Gäste erfährt.

Lage: Hauptstr. 38/39, 10827 Berlin
Leistungsumfang: LP 2 - 5, LP 6 - 9 in Arbeitsgemeinschaft mit Büro Lubic, Berlin
Fertigstellung: November 1999, erweiternde Maßnahmen 2002
Daten: BGF 9.000m², BRI 45.000m³
Baukosten: 27.200.000 EUR

Fotos: © Valentin Wormbs, Stuttgart